Erasmus+ kurz gesagt
Seit 2014 fördert Erasmus+ persönliche Begegnungen, digitalen Austausch und gemeinsame Projekte von Schulen, Vorschulen und Kitas aus ganz Europa. Tausende Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler aus Deutschland haben Europa dadurch neu erlebt und kennengelernt.
Aktivitäten der Julius-Springer-Schule im Rahmen des Erasmus+ Projekts:
Auslandspraktikum in Kopenhagen
Erster Azubi mit Erasmus-Programm in Kopenhagen
Für Maxim Wagner ging ein großer Wunsch in Erfüllung: Als erster Auszubildender seines Unternehmens hatte er die Chance, über das Erasmus+-Programm ein zweiwöchiges Auslandspraktikum bei der STARK Group in Kopenhagen zu absolvieren.
Der Weg nach Kopenhagen
Maxim Wagner befindet sich im dritten Ausbildungsjahr zum Kaufmann für Groß- und Außenhandelsmanagement bei Muffenrohr in Heidelberg. An seiner Berufsschule, der Julius-Springer-Schule, wurde er auf das EU-geförderte Erasmus+-Programm aufmerksam, das Auszubildenden internationale Praxiserfahrung innerhalb Europas ermöglicht. Begeistert von der Idee, wandte sich Maxim an seinen Vorgesetzten – der sofort Unterstützung zusagte. In Abstimmung mit der Unternehmensgruppe wurde daraufhin ein Praktikumsplatz bei der STARK Group in Dänemark angefragt.
Auch für die Kolleginnen und Kollegen in Kopenhagen war dies eine Premiere. Die dortige HR-Abteilung zeigte sich jedoch offen und unterstützte das Vorhaben tatkräftig. So konnte Maxim im Rahmen des Erasmus+-Programms zwei spannende Wochen in der dänischen Hauptstadt verbringen und wertvolle Einblicke in den dortigen Baustoffhandel gewinnen.
Praxis trifft internationale Erfahrung
„Die Kolleginnen und Kollegen in Dänemark haben sich unglaublich viel Mühe gegeben. Jeder Tag war anders und abwechslungsreich“, berichtet Maxim nach seiner Rückkehr. Sein Programm führte ihn durch zahlreiche Abteilungen der Zentrale – von Human Resources über Finanzen bis hin zu Business Development und M&A. Doch auch praktische Erfahrungen kamen nicht zu kurz: Er lernte den 24/7-Shop in Kopenhagen kennen, arbeitete im Lager mit und begleitete einen Fahrer auf Auslieferungstour.
„Im Prinzip läuft vieles ähnlich wie in Deutschland – nur in anderen Dimensionen. Das Lager ist riesig und statt 50 bis 100 Abholern pro Tag gibt es dort 500 bis 600“, erzählt er beeindruckt.
Ein rundum gelungenes Erlebnis
Neben dem beruflichen Teil blieb auch Zeit für gemeinsame Aktivitäten: Maxim durfte als Zuschauer beim Firmenlauf mitfiebern und nutzte seine freie Zeit, um Kopenhagen zu erkunden.
Sein Fazit fällt durchweg positiv aus: „Das Praktikum war eine großartige Erfahrung. Ich wurde von Anfang an wie ein vollwertiges Teammitglied behandelt – das hat meine Erwartungen bei Weitem übertroffen.“ Seinen Mit-Auszubildenden kann er die Teilnahme am Erasmus+-Programm nur empfehlen: „Man lernt unglaublich viel, sowohl fachlich als auch persönlich. Und es bleibt genug Zeit, Land und Leute kennenzulernen.“
Barcelona
Erfahrungsbericht: Fortbildung in Valencia – KI-Tools im Sprachunterricht
Im Juni 2024 hatte ich die Möglichkeit, an einer spannenden Fortbildung in Valencia teilzunehmen, die sich mit dem effektiven Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Sprachunterricht beschäftigte. Die Schulung richtete sich speziell an Sprachlehrkräfte und hatte das Ziel, uns die nötigen Kompetenzen zu vermitteln, um KI-Tools sinnvoll und zielgerichtet im Schulalltag einzusetzen.
Der Kurs war äußerst praxisnah aufgebaut und bot eine gelungene Mischung aus theoretischem Input und anwendungsorientierten Aufgaben. Schon zu Beginn wurde klar, wie viel Zeit Lehrkräfte durch den gezielten Einsatz von KI-gestützten Tools bei administrativen Aufgaben sparen können – vor allem bei der Organisation von Lernmaterialien.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Fähigkeit, sogenannte „Prompts“ – also Eingabeanweisungen – gezielt zu formulieren, um mit Hilfe von KI Unterrichtsmaterialien, Klassenarbeiten sowie Bewertungsinstrumente zu erstellen. Wir lernten, wie KI uns helfen kann, kreative und differenzierte Materialien zu entwickeln, die sich an den individuellen Lernständen unserer Schülerinnen und Schüler orientieren.
Darüber hinaus wurde uns gezeigt, wie KI-gestützte Anwendungen den Spracherwerb unserer Lernenden fördern können – durch kreative Schreibaufgaben, interaktive Übungen oder personalisierte Rückmeldungen. Besonders beeindruckt hat mich die Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten, die ich so zuvor gar nicht im Blick hatte.
Am Ende der Woche fühlte ich mich deutlich sicherer im Umgang mit KI und hatte eine ganze Palette an Tools und Ideen im Gepäck, die ich direkt in meinem Unterricht umsetzen kann. Ich bin überzeugt, dass der gezielte Einsatz von KI nicht nur meine eigene Unterrichtsplanung erleichtert, sondern auch den Lernprozess meiner Schülerinnen und Schüler bereichert – insbesondere durch mehr Individualisierung, Kreativität und aktive Sprachverwendung.
Die Fortbildung in Valencia war nicht nur fachlich, sondern auch menschlich eine echte Bereicherung. Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus ganz Europa sowie die inspirierende Lernatmosphäre vor Ort haben die Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.



